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Leitbild

Jeder Mensch beteiligt sich in irgendeiner Weise am  Sozialleben; indem er seine geistig-kulturelle Fähigkeiten einsetzt, selbst seine Rechtsverhältnisse gestaltet oder sich wirtschaftlich betätigt. Der Rechtsanwalt unterstützt ihn bei diesem Bemühen auf den drei Ebenen des sozialen Lebens, der persönlichen, der betrieblichen und der gesellschaftlichen, namentlich bei der Achtung fremder und der Selbstgestaltung eigener Rechtsverhältnisse.

Der Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde und Freiheit steht dabei im Mittelpunkt. Das gemeinsame Handeln Vieler in Solidarität ermöglicht ihm diese. Das Subsidiaritätsprinzip, welches dazwischen vermittelt, besagt, dass Aufgaben immer von der kleinsten, geeigneten gesellschaftlichen Einheit übernommen werden sollen.

Bezogen auf unsere Tätigkeit im Sozialsektor heißt dies z.B., die Menschen mit Behinderung darin zu unterstützen, dass sie einerseits unabhängig und selbständig von sozialen Leistungen leben können, andererseits jedoch die notwendigen Hilfen und Schutzräume vorfinden, die sie für ihre persönliche Entwicklung benötigen. Wir haben zwei Anliegen. Eines unserer Anliegen ist ein rechtliches, nämlich die Sicherung bestehender Rechte und deren Durchsetzung für die Menschen mit Behinderung und die Unterstützung der Einrichtungen, die Leistungen für Menschen mit Behinderung anbieten. Das andere Anliegen ist ein politisches, nämlich die Diskussion, welche Leistungen von der Gemeinschaft erbracht werden, um Menschen mit Behinderungen ein zeitgemäßes menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Im Bildungssektor bedeutet es für uns: Schule ist eine öffentliche Aufgabe, das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates. Staatliche Schulen und rund 3500 Schulen in freier Trägerschaft erfüllen gemeinsam den öffentlichen Bildungsauftrag und sind dabei an das Demokratiegebot, den Wertekonsens der Verfassung und an die grundlegenden Bildungsziele der Schulgesetze gebunden.

Ein vielfältiges und plurales Schulwesen kann aber nur entstehen und sich weiterentwickeln, wenn den Schulen in freier Trägerschaft größtmögliche Gestaltungsfreiheiten bei Inhalten, Methoden und Organisation des Unterrichts eingeräumt werden. Maßnahmen der Schulaufsicht dürfen die Gestaltungsfreiheit der Schulen nicht stärker einschränken, als zur Vergleichbarkeit der Leistungen unbedingt erforderlich ist, Staatliche Zentralprüfungen widersprechen dem Prinzip der Schulvielfalt, da sie einen Anpassungsdruck hin zu einer Gleichartigkeit der Lerninhalte bewirken.

Ein Tun ohne Abwägung der Zukunftsfolgen wird für uns gesellschaftlich zunehmend inakzeptabel. Einem so verstandenen Nachhaltigkeitsprinzip fühlen wir uns verbunden und unterstützen diejenigen, denen dies in ihrer unternehmerischen oder persönlichen Tätigkeit besonders Anliegen ist.

Das Recht und seine Gestaltung werden auf den verschiedenen Ebenen immer abstrakter. Hier bewegen wir uns als Anwälte. Der Rechtsraum gibt  Freiheit zwischen Eigen- und Gesellschaftsinteresse zu handeln. Er birgt aber auch die Gefahr von Konflikten. Deshalb bedarf dieser Raum, ausgehend von dem Entwicklungswillen des Einzelnen, der  beständigen Rechtspflege.